Schulbau in Uganda

J.J. Nursery School (Wie alles begann…)

Im Oktober 2008 flog die Studentin Michaela Schraudt das erste Mal nach Uganda, um für vier Monate ein Praktikum zu machen.

Im Rahmen ihres Praktikums lernte sie eine kleine Vorschule in einem Slum in Ugandas Hauptstadt Kampala kennen – die „J.J. Nursery School“. Die Schulleiterin hatte für 60 Kinder eine Wellblechhütte erbaut, um sie dort unterrichten zu können. Michaela beschloss der engagierten Schulleiterin und den Schülern zu helfen und startete einen Spendenaufruf. Mit Hilfe von Spendengeldern konnte die Wellblechhütte abgerissen werden und ein komplett neues Schulgebäude entstehen, das der Schulleiterin übergeben wurde. Viele einheimische Bekannte und Freunde halfen beim Bau aktiv mit.

Herzlichen Dank an so viele einzelne Spender, vor allem aus Michaela´s Heimatort Helmstadt (bei Würzburg), die diesen Bau ermöglichten!

Danach flog Michaela noch viele Male nach Uganda, lebte mehrmals monatelang in einer ortsüblichen Lehmhütte ohne Strom und fließend Wasser, und gründete weitere neue Schulen auf dem Land (s. weiter unten).

NAMIREMBE NURSERY & PRIMARY SCHOOL

Die Vorschule „Namirembe Nursery School“ im Ort Namirembe, im ländlichen Osten Ugandas, wurde 2010 von Michaela und Tadeo (zweiter Projektkoordinator auf ugandischer Seite) gegründet.

Aktuelle Schülerzahl: Rund 300 Kinder

2010: Grundstückskauf und Bau der Vorschule

2011: Eröffnung der Vorschule für 170 Kinder (drei Jahrgangsstufen: Baby class, Middle class u. Top class)

2012: Zusammenschluss mit der Dorf-Grundschule und Übergabe an den Grundschulleiter

2016: Erweiterung durch neues Schulgelände und Bau von drei neuen Schulgebäuden

KAITISYA NURSERY & PRIMARY SCHOOL

Im Januar 2012 begannen Michaela und Tadeo mit den Bauarbeiten für eine neue Schule im Ort Kaitisya, im ländlichen Osten Ugandas.

Aktuelle Schülerzahl: Rund 450 Kinder

Wir bedanken uns herzlich bei der MBP-Foundation, die die Schule bei den laufenden Kosten unterstützt!

2011: Grundstückskauf

2012: Bau der Vorschule „Kaitisya Nursery School“, Start mit zunächst 108 Kindern, gegen Ende des Jahres Grundstückserweiterung  und Baubeginn des ersten Grundschulgebäudes

2013: Eröffnung der Grundschule, erneute Grundstückserweiterung und Baubeginn eines zweiten Grundschulgebäudes

2014: Neubau für Küche, Lagerraum und Speisesaal

2015: Errichtung einer Schulbücherei

2016: Anschaffung einer Solaranlage und Neuausstattung des Schulbüros, sowie Gründung der gemeinnützigen Organisation „Obumu Tuyambe“ (übersetzt „Vereinte Hilfe“) von einheimischen Helfern mit Unterstützung von Michaela u. Tadeo vor Ort. Die Organisation wird Eigentümer der Schule und stellt die Gemeinnützigkeit u. Nachhaltigkeit des Projekts sicher. 2016 hat die Schule ihren ersten Abschlussjahrgang (mit 1. Platz im Schulranking).

2017: Vergrößerung des Schulgeländes

2018: Bau eines weiteren Schulgebäudes

2019: Landerwerb, um die Kosten für Schulspeisung zu senken

Schulbetrieb: Die Eltern der Kinder zahlen – so wie es bei allen privaten Schulen in Uganda üblich ist – pro Trimester Schulgebühren; die Schuluniformen sind für die Eltern gratis. Durch die Schulgebühren sollen die laufenden Kosten gedeckt und eine dauerhafte Abhängigkeit von ausländischen Spendengeldern vermieden werden. Dies sichert gleichzeitig die Nachhaltigkeit des Projektes und baut auf den Grundsatz Hilfe zur Selbsthilfe. Die Schulgebühren sind jedoch im Vergleich zu anderen Schulen sehr niedrig, so dass nun Eltern aus der Umgebung von Kaitisya die Möglichkeit haben ihre Kinder auf eine lokale und bezahlbare Schule mit höherem Standard zu schicken. Bei Schwierigkeiten wie z.B. Ernteausfällen unterstützen wir zusätzlich die Schule bei den laufenden Kosten. Grundschulkinder mit Nachmittagsunterricht bekommen neben Porridge am Morgen auch ein Mittagessen. Ein Elternbeirat fungiert als Bindeglied zwischen Schule und Eltern.

Nach Abschluss der Grundschule haben die Kinder die Möglichkeit die nahe gelegene Sekundarschule „Kob High School“ zu besuchen (s. unten).

 

 

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SKY STANDARD NURSERY & PRIMARY SCHOOL

Die „Sky Standard Nursery & Primary School“ befindet sich im Dorf Kalagi, rund 36 km von der Hauptstadt Kampala entfernt. Herr Naliku hatte die kleine Vor- u. Grundschule 2006 gegründet. Die rund 120 Kinder waren teils in einer Kirche, teils in einer von den Eltern errichteten Lehmhütte untergebracht.

Aktuelle Schülerzahl: Rund 300 Kinder

Herzlichen Dank an alle Spender, besonders an Fam. Ronay und Herrn Frank Durner, die dieses Teilprojekt überhaupt erst ermöglichten!

2014: Landkauf und Bau des ersten Schulgebäudes

2015: Bau des zweiten Schulgebäudes mit Regenwassertank

2016: Errichtung eines Brunnens für die Schule und Dorfbewohner

2018: Bau eines weiteren Schulgebäudes und einer Küche mit Lagerraum

2019: Aufbau einer kleinen Schulbücherei

KOB HIGH SCHOOL

Da es in der Region Kakoro einen Bedarf an Sekundarschulen gab und wir unseren Schülern im Anschluss an die „Kaitisya Nursery & Primary School“ den Besuch einer Sekundarschule mit gutem Standard ermöglichen wollten, begannen wir 2016 den Bau der „Kob High School“ in der Gemeinde Kakoro (nahe Kaitisya).

Aktuelle Schülerzahl: Rund 200 Jugendliche

Besten Dank an die Familien Gerhäuser u. Eckardt, sowie an die vielen Spender aus Bad Windsheim, für die große Unterstützung bei der Finanzierung der ersten Baumaßnahmen! Herzlichen Dank auch an die MBP-Foundation für die Unterstützung bei Baumaßnahmen und bei den laufenden Kosten der Schule!

2016: Landkauf, Bau eines Schulgebäudes, eines Bürogebäudes, eines Internatsgebäudes, einer Küche mit Lagerraum, sowie Errichtung von drei Toilettenhäusern, eines Müllverbrennungsofens und eines Häuschens für den Wachmann

2017: Eröffnung der Schule, Start mit zunächst 100 Schülern (davon 29 im Internat), innerhalb des ersten Schuljahres kamen weitere 76 Schüler hinzu, gegen Ende des Jahres Baubeginn eines weiteren Schulgebäudes

2018: Aufbau einer Bücherei, Errichtung eines Brunnens und Bau eines Speisesaals

2019: Bau eines weiteren Internatsgebäudes mit Toilette, Ausbau von Bücherei, Computerraum und Biologie/Physik/Chemie-Raum, Erweiterung der Solaranlage. 2019 hat die Schule ihren ersten Abschlussjahrgang (Klasse „S4“ für die mittlere Reife).

 

Wir haben uns für den Namen „Kob High School“ entschieden, da es leider nicht möglich war die Schule nach dem Dorf zu benennen. Ein Kob ist eine ugandische Grasantilope und ein Wappentier Ugandas und daher bei der Bevölkerung bekannt und beliebt.

Zu Beginn starteten 2 Klassen für „S1“ (1. Jahrgang) und 1 Klasse für „S2“ (2. Jahrgang). In Uganda erreicht man nach vier Jahren Sekundarschule (Klasse S1 bis S4) die mittlere Reife; nach zwei weiteren Jahren (S5 bis S6) das Abitur. Die Schulgebühren sind – im Gegensatz zu anderen privaten Sekundarschulen, welche auf Gewinn ausgerichtet sind – sehr niedrig und gerade so hoch, dass die Schule in Zukunft (wenn alle Jahrgänge voll sind) in der Lage sein soll im Sinne der Nachhaltigkeit sich selbst zu tragen. Bei Schwierigkeiten wie z.B. Ernteausfällen unterstützen wir zusätzlich die Schule bei den laufenden Kosten. Schuluniformen geben wir kostenlos aus. Für die Betreuung im Internat gibt es eine „Hausmutter“. Eigentümer der Schule ist die gemeinnützige Organisation „Obumu Tuyambe“ vor Ort (s. o. unter „Kaitisya Nursery & Primary School“).

 

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SCHÜLER- u. STUDENTENWOHNHEIM IN KAMPALA

Um unsere Absolventen der „Kob High School“ und andere bedürftige Jugendliche während einer Ausbildung oder eines Studiums in Kampala durch eine Unterkunft zu unterstützen, begannen wir im August 2019 den Bau eines Schüler- und Studentenwohnheims.

Dieses neue Teilprojekt wurde nur durch die Hilfe einer Familie aus Waldbrunn möglich, die hierfür unsere Partner sind. Herzlichen Dank dafür! Momentan wird an einem zweistöckigen Neubau mit sechs Apartments für 12 Studenten gebaut. Eigentümer des Wohnheims ist die gemeinnützige Organisation „Obumu Tuyambe“ vor Ort (s. o. unter „Kaitisya Nursery & Primary School“).

 

 

 

 

 Projektkoordination

                  Michaela Schraudt & Tadeo Papaye

10 Jahre – 5 Schulen
2009 – 2019

⇒ Zeitungsartikel
⇒ Interview

Michaela Schraudt: *

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