Chereponi Women Empowerment Project, Ghana

Mit wenig Geld viel bewegen – wie alles begann

Im Jahr 2010 besuchte die Studentin Julia Neumann das kleine Dorf Chereponi im Norden Ghanas etwa 4 Stunden östlich von Tamale und in unmittelbarer Nähe zur togoischen Grenze. Dort lernte sie die Situation der Frauen kennen und startete nach ihrer Rückkehr in Deutschland einen Spendenaufruf, um den Frauen dort zu helfen. 2011 kehrte Julia zusammen mit Alex zurück nach Chereponi. Sie entwickelten zusammen mit Ernest Kwabena das Projekt und konnten damit bisher mehr als 500 Frauen und ihren Familien helfen sich ein besseres Leben aufzubauen.

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Die Lage der Frauen im Norden Ghanas

Die Lage der Frauen ist häufig durch finanzielle Abhängigkeit charakterisiert, insbesondere in den ärmeren Regionen des Nordens. Die Frauen sind meist ausschließlich für die Erziehung der Kinder und den Haushalt verantwortlich und besitzen oft kein eigenes Einkommen. Die Rolle der Frau zu stärken ist eines der großen Herausforderungen des Landes, dies soll mit dem „Chereponi Women Empowerment Project“ (CWEP) gefördert werden. So werden in erster Linie Frauen unterstützt, welche dank des Projekts in der Lage sind, die finanzielle Situation ihrer eigenen Familie zu verbessern.

Das Projekt – Entwicklung mit Hilfe von Sojabohnen

Sojabohnen sind in Ghana sehr gefragt und nicht ausreichend vorhanden, sie besitzen verschiedene Verwendungszwecke und sind zudem günstig anzubauen. Da Sojabohnen auch vergleichsweise wenig anfällig für Krankheitserreger sind und man nur ein kleines Startkapital benötigt, sind sie ideal für dieses Projekt.

Damit eine Frau in der Lage ist ein Feld zu bearbeiten, benötigt sie momentan ca. 10 Euro. Der genaue Betrag ist jährlich abhängig von schwankenden Kosten für Benzin und Saatgut und natürlich dem Wechselkurs des Cedis gegenüber dem Euro. Mit dem Startkapital wird den Frauen das nötige Saatgut bereitgestellt und ihr Feld zu Beginn der Saison mit einem Traktor umgepflügt.

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Der Projektablauf

Die Aussaat der Sojabohnen beginnt jedes Jahr im Mai/Juni, je nachdem wann der erste Regen fällt, wonach dann die Felder bestellt werden. Während der Regenzeit, die bis Dezember geht, sind die Frauen dann mit der Pflege ihrer Felder beschäftigt. Im Dezember werden die Sojabohnen dann geerntet und die Frauen geben einen Teil ihrer Ernte zur nachhaltigen Finanzierung des Projekts an uns ab. Dieser Teil wird gesammelt und zentral von uns verkauft. Dadurch müssen wir die Sojabohnen nicht über Mittelsmänner verkaufen, sondern können die gesamte Ernte direkt an die Produzenten verkaufen, was uns einen besseren Preis sichert. Die erzielten Erlöse sollen den anfänglich gewährten Betrag decken und haben uns in der Vergangenheit zusätzliche Gewinne ermöglicht. Insbesondere die Anschaffung eigener Traktoren hat die Profitabilität des Projekts deutlich gesteigert. Zum einen ermöglichen sie das zeitnahe Pflügen der Felder, wenn der erste Regen fällt. Darüber hinaus senken sie die Kosten für das Pflügen der Felder, da nun keine zusätzlichen Ausgaben für das Anmieten von Traktoren anfallen. Die zusätzlichen Gewinne aus dem Verkauf der Ernte verbleiben dann im Projekt und ermöglichen es in der nächsten Saison weitere Frauen in das Projekt aufzunehmen. Hier schließt sich der Kreis des Projektablaufs, wodurch es sich nach einer anfänglichen Investition selbst trägt.

Veranschaulichung Projekt-Zyklus → Hier

Was wir bereits erreicht haben

Bis zum jetzigen Zeitpunkt konnten wir in sechs verschiedenen Communities bereits über 500 Frauen und ihren Familien helfen, sich ein Leben mit drei täglichen Mahlzeiten zu ermöglichen. Einige sind nun in der Lage eine Krankenversicherung zu bezahlen, ihren Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen und auch selbst lesen und schreiben zu lernen. Dieses Projekt kommt also den Menschen direkt zu Gute und hilft auch den Communities insgesamt. So berichten die Frauen immer wieder von dem durch das Projekt entstandenen Zusammenhalt in der Gemeinschaft und einem harmonischeren Familienleben, durch den Wegfall einseitiger Abhängigkeit gegenüber ihren Ehemännern.

Um den weiteren Ausbau des Projekts zu ermöglichen war die Anschaffung eigener Traktoren unerlässlich. Daher freuen wir uns sehr, dass wir durch großzügige Spenden vieler Beteiligten in der Lage waren Ende 2016 unseren ersten Traktor anzuschaffen. In der Folge konnten wir die Profitabilität des Projekts deutlich steigern und waren dank weiterer Spenden in der Lage für die Saison 2019 einen zweiten Traktor anzuschaffen. Dem nachhaltigen Ausbau des Projekts steht also nichts im Wege.

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Noch viele Frauen warten auf Unterstützung

Während wir in den Communities Namalaku, Mayemam, Jakpa und Nyangbandi bereits einen großen Anteil der Frauen unterstützen, warten in unseren neuen Communities Angor und Tinchangu noch viele weitere Frauen auf unsere Unterstützung. Darüber hinaus wollen auch immer mehr Communities in und um Chereponi an dem Projekt teilnehmen, da sie sich von den positiven Entwicklungen in den teilnehmenden Communities überzeugen konnten.

Gemeinsam mit wenig Geld viel bewegen

Mit bereits 10 Euro kann man das Leben einer Frau und damit ihrer ganzen Familie nachhaltig positiv beeinflussen und ihnen zu einer besseren Zukunft verhelfen. Gemeinsam mit unserem Projektkoordinator Ernest Kwabena, haben wir es uns zum Ziel gemacht den Frauen von Chereponi eine Perspektive zu geben und freuen uns über jede Unterstützung.

 

 

 

Weitere Informationen:

Projektablauf

 

 

 

„Frauen haben ganz klar eine Schlüsselrolle in Entwicklungsländern und sind einfach mit anderen Werten unterwegs als die Männer (dies schreibt ein Mann!). Daher sind solche Projekte einfach gut und wichtig.”
Heiko E.
„Ein tolles Projekt mit nachhaltiger Hilfe zur Selbsthilfe! Ich wünsche den Familien, Frauen und Kindern in Chereponi nur das Beste und unterstütze sie gern!“
Katharina H.
„Bei diesem Projekt kann ich sicher sein, daß die Spende direkt und in voller Höhe bei den Betroffenen an kommt.“
Roland R.

Projektkoordination

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                Julia Neumann, Alexander Stöcker u. Ernest Kwabena

 

 

Julia Neumann: *

        Alexander Stöcker: *

 

 

 

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