Kinderzentrum in Burkina Faso

Wie es begann…….

Fanta Yanna ist in Dedougou geboren und aufgewachsen. Ende 2003 kam sie, aufgrund ihrer schulischen Leistungen, mit Hilfe einer Bürgschaft nach Deutschland und studierte Elektro- u. Informationstechnik in Nürnberg. Nach einem erfolgreichen Abschluss und einem guten Berufsstart, hätte sie sich eigentlich von ihrem bis dahin nicht einfachen Weg erholen können, aber das kam für sie nicht in Frage, denn Fanta Yanna wollte sich schon immer für Bildung einsetzen, die ihr so viele Chancen eröffnet hatte. Schon als Studentin engagierte sie sich für die Bildung benachteiligter Kinder in ihrem Heimatland – entweder durch Rat und Motivation, aber auch durch die Finanzierung von Schulgeldern. Im Jahr 2016 mietete Fanta Yanna zusammen mit einigen Freunden und ehemaligen Kommilitonen einen Raum in Burkina Faso, wo Kinder analphabetischer Eltern kostenlos Nachhilfe bekommen können. Dort organisierte die kleine Helfer-Gruppe auch Freizeitangebote wie Musik, Sport, Stricken usw.

Die Initiative sprach sich schnell herum und mehr und mehr Kinder kamen…

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Der allererste Kindergarten mit Krippe

Im Februar 2018 gründete Fanta Yanna gemeinsam mit einigen Freunden und ehemaligen Kommilitonen in Burkina Faso den Verein „Creuset d´Eveil Burkina Kinderhaus“, um sich für die Bildung und Entfaltung von durch Armut benachteiligten Kindern einsetzen zu können. Burkina Faso hat eine sehr hohe Analphabetenrate und Kinder aus Familien, in denen weder Vater noch Mutter schreiben oder lesen können, brauchen eine besondere Förderung, um den Bildungsweg zu beschreiten.

Im Oktober 2018 eröffnete der Verein den allerersten Kindergarten mit Krippe in Dedougou.

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Dies war wie eine Gebetserhörung vieler junger Mütter. Die Elternzeit in Burkina Faso dauert nur drei Monate. Viele Teenie-Mütter wissen nicht, wie sie die Schule fortsetzen und gleichzeitig ihre Babys betreuen können. Die hohe Zahl der vorzeitigen Schulabbrecherinnen ist darin begründet. Die meisten berufstätigen Mütter sind, aufgrund der kurzen Elternzeit, hilflos bzgl. der Betreuung ihres Nachwuchses. Diese Hilflosigkeit führt teilweise dazu, dass sie ihre Arbeitsplätze verlieren, die sie im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen nur mit viel Mühe und Kraft bekommen konnten.

Zudem wird durch den Besuch des Kindergartens erreicht, dass die Kinder im Vorschulalter bereits mit Französisch (die offizielle Amtssprache des Landes und damit die Sprache, die in den Schulen verwendet wird) vertraut werden, um die ersten Schwierigkeiten nach der Einschulung besser zu meistern. Diese Vorschularbeit unterstützt die Grundschullehrer sehr, die oft in den ersten Jahrgängen bis zu 100 Schüler pro Klasse betreuen müssen. Die Mehrheit der Schüler hat bis zur Einschulung nur die jeweilige Regionalsprache als Muttersprache, im wahrsten Sinne des Wortes, erlernt.

Bildung für Entwicklung

Der aus privaten Ersparnissen erbaute Kindergarten am Stadtrand der kleinen Stadt Dedougou besteht aus drei Räumlichkeiten: ein Raum für die Krippe und zwei Räume für die Kindergartenkinder. Der Hof bietet Spielmöglichkeiten, zum Rennen und Toben.

In diesem Ort haben die Bewohner weder Strom noch fließendes Wasser. Einige Kilometer von der Einrichtung entfernt liegen zwei kleine Dörfer. Manche der Kinder kommen von dort täglich in den Kindergarten.

Mit dem Bau der Einrichtung ist zwar ein Anfang getan, allerdings gibt es noch vieles zu verbessern.

Doch alle sind sehr glücklich einen Ort zu haben, wo Kinder (vor allem Vorschulkinder) stark gefördert werden können. Alle Kinder, unabhängig ihres Geschlechts oder ihrer Religion etc., dürfen kommen. Denn das Helfer-Team glaubt, dass die Entwicklung in Burkina Faso, einem Land, in dem nur 29 von 100 Erwachsenen lesen und schreiben können, stark vom Bildungsniveau der Bevölkerung abhängt.

Der Betrieb der Einrichtung wird u.a. durch geringe Elternbeiträge finanziert und ist somit nicht von staatlicher Unterstützung abhängig .

Im ersten Schuljahr 2018/2019 nach der Eröffnung waren insgesamt 48 Kinder angemeldet. Für das Schuljahr 2019/2020 hat die Einrichtung 57 Anmeldungen registriert.

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Eine Frauenkooperative für Nachhaltigkeit

Die Betreuerinnen des Kindergartens sind in einer Frauenkooperative organisiert und verarbeiten Lebensmittel, um ihren Lebensunterhalt während der Ferien zu sichern. Hierzu haben sie vom Verein einen extra dafür angefertigten Solartrockner erhalten. Mit Hilfe eines Einschweiß-Gerätes werden getrocknete Früchte und Gemüse hygienisch verpackt. So können die Frauen über das Jahr hinweg selbstgetrocknetes Obst (z.B. Mangos, Kokosnuss- u. Bananenchips) und Gemüse (z.B. Zwiebeln, Tomaten, Okra) verkaufen. All dies hilft der Einrichtung und ihren Mitarbeiterinnen nachhaltig zu wachsen. Es hilft aber auch den Leuten vor Ort, denn während der langen Trockenzeit des Jahres, in der auf den Feldern nichts wachsen kann, sind haltbare getrocknete Lebensmittel wertvoll.

Außerdem betreibt der Kindergarten eine kleine Bäckerei. Mit einem Holzofen, der speziell dafür gebaut wurde, werden Brot und Kuchen gebacken, um den Kindern eine tägliche Mahlzeit bieten zu können. Ein Teil der Backwaren wird an die Ortsbewohner verkauft, um die Zutaten für den nächsten Tag zu finanzieren. Die kleine Bäckerei ist nicht nur bei den Kindern beliebt, sondern kommt auch sehr den Dorfbewohnern zugute, da es im Dorf zuvor keine Bäckerei gab.

Ein Kinderzentrum für die Zukunft

Nach dem Abschied von den Vorschulkindern am Ende des Kitajahres im Juni 2019, ist es den Vereinsmitgliedern bewusster denn je geworden, dass eine Grundschule dringend nötig wäre. Denn die Kinder des Ortes müssen bis zur nächsten Schule ca. 5 bis 10 km laufen.

Um die Aktivitäten noch effektiver zu gestalten, plant der Verein daher den Bau eines Kinderzentrums. Das Zentrum soll neben Krippe, Kindergarten und Hort, auch eine sechsklassige Grundschule, eine Schulbücherei, eine Sportanlage und einen Raum für Freizeitangebote beinhalten. Durch diese Projekterweiterung möchte der Verein Creuset d´Eveil noch deutlicher gegen die hohe Anzahl an Schulabbrüchen ankämpfen, denn je niedriger der Bildungsstand der Eltern ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder keinen Schulabschluss erlangen und somit in dem Teufelskreis der Armut bleiben. Aufgrund des großen Umfangs dieses zukünftigen Vorhabens, arbeitet der Verein daran das Kinderzentrum Schritt für Schritt zu realisieren. So soll zuerst die Grundschule entstehen, damit die Kinder nicht mehr den weiten Weg zu einer Schule zurücklegen müssen.

Geplant ist zunächst ein Grundstück von ca. 1ha zu erwerben. Die Hälfte der Fläche soll für den Bau des Kinderzentrums dienen und die andere Hälfte als Schulgarten für Gemüse- u. Obstanbau für die Schulkantine.

Das Kinderzentrum soll Folgendes beinhalten:

  • 1 Büro / Lehrerzimmer

  • 1 Kindergarten, Kinderkrippe und Kinderhort

  • 1 Raum für Musik und Freizeitangebote (Turnen, Theater, Stricken…)

  • 1 Sportanlage

  • 1 Lager für Schulmaterial und als Bibliothek

  • 1 Sanitärbereich/Toiletten

  • 6 Klassenräume für die Grundschule

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Entwurf des zukünftigen Kinderzentrums.

Eine genaue Beschreibung finden Sie hier.

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Projektkoordination

      

    Fanta Yanna   u.   Mama Coulibaly

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Fanta Yanna: *

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