Schulbau in Uganda   

 
     
       





wie alles begann… (J.J. Nursery School)

Im Oktober 2008 flog die Studentin Michaela Schraudt das erste Mal nach Uganda, um für vier Monate ein Praktikum zu machen. Im Rahmen ihres Praktikums lernte sie eine kleine Vorschule in einem Slum in Ugandas Hauptstadt Kampala kennen – die „J.J. Nursery School“. Die Schulleiterin hatte für 60 Kinder eine Wellblechhütte erbaut, um sie dort unterrichten zu können. Michaela beschloss der engagierten Schulleiterin und den Schülern zu helfen und startete einen Spendenaufruf. Mit Hilfe von Spendengeldern konnte die Wellblechhütte abgerissen werden und ein komplett neues Schulgebäude entstehen, das der Schulleiterin übergeben wurde. Viele einheimische Bekannte und Freunde halfen beim Bau aktiv mit. Danach flog Michaela noch weitere Male nach Uganda und gründete zwei neue Schulen auf dem Land: Die „Kaitisya Nursery School“ und die „Namirembe Nursery School“.

 

Kaitisya Nursery School

Im Januar 2012 begann Michaela Schraudt den Bau einer neuen Schule im ländlichen Osten Ugandas, nahe Mbale. Es wurde ein Grundstück gekauft und darauf ein großes Hauptgebäude für drei Klassenräume, ein Nebengebäude für Büro, Personal- und Lagerraum, sowie ein Toilettenhaus errichtet. Bis zu 25 Arbeiter wurden dafür beschäftigt. Die neue Vorschule „Kaitisya Nursery School“ wurde nach ihrem Ort Kaitisya benannt. Während der Planung und der wesentlichen Bauphase war Michaela vor Ort, um den Kontakt zu der Dorfgemeinschaft zu pflegen, und lebte drei Monate ortsüblich in einer Lehmhütte mit Grasdach, ohne Strom und Wasser. Obwohl im Februar 2012 die Bauphase noch nicht abgeschlossen war, begannen schon 108 Kinder mit dem Unterricht für das neue Schuljahr. Weitere Kinder werden zum neuen Trimester ab Mai 2012 erwartet, wenn alles fertig sein wird. 4 Lehrerinnen und 1 Köchin wurden bereits angestellt. Tadeo Papaye leitet als Projektpartner von NEIA e.V. die Schule vor Ort.

Die Kinder bekommen eine warme Mahlzeit (Porridge) pro Tag. In der Nursery School beginnen die Kinder u.a. Englisch, die Amtssprache von Uganda, zu lernen und haben damit ideale Voraussetzungen für den anschließenden Besuch einer Primary School (Grundschule). Die Eltern der Kinder zahlen - so wie es bei allen Nursery Schools in Uganda üblich ist - pro Trimester Schulgebühren; die Schuluniformen sind für die Eltern gratis. Durch die Schulgebühren werden die laufenden Kosten gedeckt und eine dauerhafte Abhängigkeit von ausländischen Spendengeldern vermieden. Dies sichert gleichzeitig die Nachhaltigkeit des Projektes und baut auf den Grundsatz Hilfe zur Selbsthilfe. Durch die im Vergleich zu anderen Vorschulen stark reduzierten Schulgebühren haben nun Eltern aus der Umgebung von Kaitisya die Möglichkeit ihre Kinder auf eine lokale, bezahlbare und nicht nur baulich ansprechende Vorschule zu schicken. Kinder, die von Primary Schools abgelehnt werden (z.B. wegen „fehlender Reife“), erhalten durch eine Nursery School eine neue Chance und durch das Zertifikat am Ende der Nursery School die besten Aussichten für die Aufnahme in einer Primary School.

 

Namirembe Nursery School

Die Vorschule „Namirembe Nursery School“ im Ort Namirembe, im ländlichen Osten Ugandas, wurde 2010 von Michaela Schraudt gegründet. Sie kaufte ein Grundstück mit einem kleinen Haus im Rohbau und begann dieses um ein neues, größeres Gebäude zu erweitern. Die Schule wurde im Februar 2011 eröffnet und umfasst zwei Gebäude, ein Toilettenhaus, einen Koch- und einen Pausenplatz. Die zwei Gebäude enthalten drei Klassenzimmer, ein Büro und ein Personalraum. Die drei Klassenzimmer sind für die in Nursery Schools üblichen drei Jahrgangsstufen eingeteilt: Baby class, Middle class und Top class. Im Schuljahr 2011 besuchten 170 Kinder zwischen 3,5 und 6 Jahren die Schule, womit diese voll ausgelastet war.

Im Dezember 2011 wurde die Schule um einen zusätzlichen Raum erweitert und der Pausenplatz durch ein hinzugekauftes Grundstück vergrößert. Im April 2012 wurde die Schule zum selbständigen Weiterführen offiziell der Gemeinde Namirembe übergeben.


 
     
 

 

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Herzlichen Dank sagen die Kinder des Projektes Schulbau in Uganda und Michaela Schraudt im Namen von NEIA e.V.!